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12.08.2019, Andreas Steppuhn

Krippen- und Kitagebühren fallen im Harz höchst unterschiedlich aus – Andreas Steppuhn fordert Entlastung von Familien

Die Betreuungsgebühren in Krippen und Kindertagesstätten im Landkreis Harz fallen sehr unterschiedlich aus. Das ergab eine statistische Auswertung des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Im Landesdurchschnitt gehört der Landkreis Harz zu den Regionen, in denen Eltern durchschnittlich höhere Summen für die Betreuung ihrer Kinder aufwenden müssen, als anderswo in Sachsen-Anhalt. Für den SPD-Abgeordneten im Landtag, Andreas Steppuhn, sind die hohen Gebühren in Teilen des Landkreises unverständlich. Er dringt auf eine zügige Senkung der Elternbeiträge und fordert langfristig eine vollständige Beitragsfreiheit.

Eine zehnstündige Betreuung in der Krippe kostet Eltern im Huy und in Osterwieck monatlich beispielsweise am meisten: 255 Euro. In den Städten Falkenstein/Harz und Oberharz am Brocken sind es lediglich 180 Euro – ganze 75 Euro weniger.

Bei den Kindertagesstätten ist Halberstadt negativer Spitzenreiter: ein zehnstündiger Betreuungsplatz kostet dort 181 Euro. Es folgen Falkenstein/Harz und die Gemeinde Huy mit 180 Euro im Monat. In den Städten Oberharz am Brocken und Ilsenburg zahlen Eltern 50 Euro weniger – die monatlichen Elternbeiträge betragen dort lediglich 130 Euro. Quedlinburg erhebt vergleichsweise moderate 137 Euro.

Der Harzer SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Steppuhn bewertet die Zahlen zwiespältig:

„Zunächst einmal sind die geringen Elternbeiträge in Teilen unseres Landkreises sehr lobenswert. Sie steigern die Familienfreundlichkeit unserer Kommunen und sorgen so für einen echten Standortvorteil.“, so Steppuhn.

„Allerdings ist es ziemlich erklärungsbedürftig und problematisch, dass einige Städte und Gemeinden wesentlich höhere Beiträge erheben – zulasten junger Familien. Mit dem von uns im Landtag verabschiedeten Kinderförderungsgesetz (KiFöG) haben wir die Städte und Gemeinden umfangreich entlastet. Allein im laufenden Jahr 2019 haben die Kommunen rund 50 Millionen Euro mehr an Zuschüssen für die Kinderbetreuung durch das Land erhalten. Demnach hätten die Elternbeiträge eigentlich sinken müssen. Stattdessen wurden sie in einigen Bereichen sogar erhöht.“, kritisiert Steppuhn.

Mehr noch: Dank des KiFöG des Landes und des Gute-Kita-Gesetzes des Bundes können die Kommunen auch für die nächsten Jahre mit weiteren Entlastungen rechnen.

„Ich appelliere an die Kommunalpolitiker der betreffenden Städte und Gemeinden, die hohen Gebühren zu senken. Das Geld von Land und Bund muss da ankommen, wo es hingehört – bei den Familien!“

Dies sei ein notwendiger Schritt hin zur vollständigen Beitragsfreiheit, so der SPD-Politiker.

Tabellarische Übersicht (Quelle: MDR Sachsen-Anhalt):

Gemeinde 10 Stunden Krippe
(Kosten in Euro)
10 Stunden Kindergarten (Kosten in Euro)
Ballenstedt 215 150
Blankenburg (Harz) 210 152
Ditfurt 220 160
Falkenstein/Harz 180 180
Groß Quenstedt 220 160
Halberstadt 220 181
Harsleben 220 160
Harzgerode 235 150
Hedersleben 220 160
Huy 255 180
Ilsenburg (Harz) 200 130
Nordharz 215 165
Oberharz am Brocken 180 130
Osterwieck 255 160
Quedlinburg 190 137
Schwanebeck 220 160
Selke-Aue 220 160
Thale 225 170
Wegeleben 220 160
Wernigerode 225 163

 

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