Andreas Steppuhn, MdL
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05.12.2018, Andreas Steppuhn, SPD Sachsen-Anhalt

Berufliche Ausbildung muss attraktiver werden

Der Landtag hat am gestrigen Donnerstag über die Ursachen von Ausbildungsabbrüchen diskutiert und einen Beschluss für attraktivere Berufsausbildung gefasst. In dem Beschluss spricht sich der Landtag für die schnellstmögliche Einführung einer gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung durch den Bund und für ein Azubi-Ticket auf Landesebene aus.

Andreas Steppuhn, stellvertretender Vorsitzender und arbeitsmarktpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Schon heute fehlen dem Handwerk die Elektriker und der Gastronomie die Köche. Nur mit einer deutlichen Aufwertung unseres dualen Ausbildungssystems kann dieses in der Konkurrenz zu einem Studium bestehen.“

Steppuhn benannte fünf Handlungsfelder, um berufliche Bildung attraktiver zu machen:

„1. Wir brauchen die Einführung einer gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung von mindestens 635 Euro im ersten Ausbildungsjahr, wie sie von den DGB-Gewerkschaften gefordert wird. Mit Billiglöhnen für Auszubildende kann man keine jungen Menschen für die berufliche Zukunft begeistern.

2. Die Einführung eines Azubi-Tickets für den öffentlichen Personennahverkehr muss kommen und duldet keinen Aufschub mehr. Dies sehen mittlerweile fast alle in diesem Land so. Deshalb gehe ich davon aus, dass wir noch in dieser Wahlperiode den Einstieg schaffen. Die im Landeshaushalt vorgesehene Erhöhung des Budgets für Fahrtkostenerstattungen und Internatsunterbringungen von 120.000 Euro auf drei Millionen Euro ist ein erster wichtiger Schritt dafür und entlastet junge Auszubildende unmittelbar bei den Kosten für gestiegene Mobilität.

3. Wir brauchen eine Modernisierung der beruflichen Bildung. Hierzu gehört eine Ausstattungsoffensive bei den Berufsschulen inklusive einer Stärkung der digitalen Kompetenzen.

4. Auch die Einhaltung von Schutzvorschriften bei der Ausbildung hat etwas mit der Qualität der Berufsbildung zu tun. Dieses hat uns jüngst erst wieder der Ausbildungsreport der DGB-Jugend vor Augen geführt. Junge Menschen müssen auch Spaß und Freude an ihrem zu erlernenden Beruf haben und dürfen nicht schon während ihrer Ausbildung durch Ausbeutung und Überstunden abgeschreckt werden.

5. Wir setzen auch für die Zukunft auf eine frühzeitige Berufsorientierung. Gerade bei den Gymnasien gibt es da noch Luft nach oben. Entsprechende Programme sind vorhanden und müssen zielgerichtet ausgebaut werden.“

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